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Schon wieder ein Jahr rum

IJuli war ein besonderer Tag: mein 9. Jahr in Deutschland ist angefangen.  Eigentlich habe ich den Tag nur nachträglich wahrgenommen.  Aber ich muss unbedingt nächstes Jahr was großes planen!  Zum Glück fällt das nächste Jubiläum meiner ersten Ankunft auf einen Samstag.  Ich hoffe, dass das Wetter die heutige Wetterbedingungen wiederspiegelt. Ich wunder mich, ob es eine Art Strandpavillon wie in Florida hier zu mieten gibt. 

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“Mach ma Budda bei die Fis”

Auch am 1. August kann ich mein erstes Jahr in Flensburg abhaken (nicht zuverwechseln mit ‘abhacken’ oder ‘abkacken’ ).  Ich erzähle nur, dass es echt schieße wieder neu anzufangen ist.  Zum Teil schlimmer als ich vorgestellt habe, was auch ungewöhnlich für mich ist. Aber es ist durch. Positivere Dinge:

Ich habe meinen Mann wieder kennengelernt und Schaltgetriebe-Fahren gelernt, was ich ewig tun wollte (aber ohne die große Angstgefühle mit Mitte 30).

Ich lerne auch eine neue Stadt kennen, was ich als ein idyllischer Touristenort beschrieben kann. Vermutlich gibt es wenige Einwanderer in Flensburg. Die hier-geborene Leute bleiben oder fliehen. Viele gebliebene Norddeutsche sind schon mit ihren Freundschaftskreisen seit Grundschule/Uni Zeit sehr etabliert. Es gibt kein Zwang/keine Lust/keinen Gedanken neue Leute in ihre Kreise zu integrieren. Ich werde das als “at arm’s length” Verhalten nennen. Aber dieses Phänomen ist auch in Bayern bekannt.  Es ist nicht mit Absicht. Es ist halt so. Einwanderer müssen viele mühe geben, in solche Kreise einzukommen. Der Expatriate-Kreis muss hier aufgebaut werden. Ich weiß es nicht, ob ich Mühe dazu habe. Ich versuche erstens die bestehenden Gelegenheiten. Das tut ich ab September, wenn das Orchester wieder anfängt. Mehr später.. 

*dargestelltes Beitragfoto – am Sonntag ist der Ostseeman stattgefunden. Im Hintergrund ist der Dampfer Alexandra.

 

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Ich fange an

Man wird heute erkennen, dass etwas hier geändert ist. Wo sind die alte Beiträge denn nun?

Seit Januar bin ich bei einem privaten Sprachkurs auf Deutsch über die Firma tätig. Auf Empfehlung eines Kollegen habe ich den Personalleiter überzeugt, diesen Sonderkurs zu genehmigen. Ich hatte tränen in die Augen als ich den Besitzer der Sprachenschule erzählte, dass ich vermutlich Kommunikationsschwierigkeiten mit meinen Kollegen hatte. Vielleicht liegt es an die norddeutsche Mentalität? Vielleicht habe ich mein Selbstbewusstsein verloren. Eine dauernde Erkältung und die Emotionen haben auch eine Rolle gespielt und meine Stimme während wurde des Gespräches immer heiser sein. Voll peinlich.

Später wurde es festgestellt, dass mein Sprachniveau “sehr” hoch ist aber ich mache immer dieselben Fehler/wieder die gleichen Fehler/andauernde Fehler… ach ja. Es nervt. Ich weiß, was ich tun soll. Mehr lesen, mehr schreiben.. weniger auf Englisch und viel mehr auf Deutsch. Ich mag das Gefühl wirklich nicht, als ob ich im Sand laufe, wenn ich auf Deutsch lese und schreibe. Ja, ich bin ein Sprach-Faultier. Dass ich hauptsächlich Aufgaben für “native English speaker” mittlerweile bekomme, finde ich, dass meine Chancen, mein Deutsch indirekt zu verbessern, sind jetzt eigentlich null.

Ich bin längst schon am dem Punkt, wo ich sage, “Das ist genug”. Sogar meine Sprachlehrerin will nicht mehr Übungen machen. Mehr Praxis sollte sie von mir sehen. Und weil ich nicht dazu selber bringen kann, ist es mit große Hoffnung, dass irgendwie dieses Blog mir helfen kann.

So ab diesem Punkt, schreibe ich hier auf Deutsch. Die alte Post sind weg. Was genau für Themen werden hier auftauchen, muss ich darüber denken. Letztendlich sollen meine Beiträge einige berufliche Vorschritte mir geben. Wenn ich fliesend schreiben kann, wenn ich endlich Lust auf schreiben entwickeln habe, glaube ich, eine große Erleichterung in mir stattfindet.

Das ist mein Ziel.

Ein Foto von letzer Woche. Der Sommer in den Norden ist in diesem Jahr hervorragend.

Marienstraße
Sommerabend in Flensburg