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Überschwemmung
Die Kamera eines Fotografen richtete sich auf das Unglück im Wasser, als er einen Mann mit einem Krückstock ansah. Der Mann, dessen Kopf verbunden war, hielt seinen Arm, der in einem Gipsverband war, an seinem Körper fest. Die Augen des Verletzten erschienen nachdenklich aber stoisch, eher aufgrund der malerischen Kulisse als aufgrund der starken Wirkung der Medikamenten, die er genommen hatte.
Seine Augen entzogen sich dem verstümmelten Wrack und versuchten sich auf das schöne Gebirge, den Nebel zwischen den Täler oder das Schattenbild von einem entfernten Schwan zu konzentrieren. Es war kurz vor der Abenddämmerung und die fernen Haufenwolken hatten sich tagsüber entwickelt, so dass sie vieleicht mächtig und voll genug waren, abzuregnen.
Ein plötzlicher Windstoß kräus die Oberfläche des Sees und der Mann versuchtet seinen Mantel zusammenzuhalten, aber er hörte auf, weil die Aufgabe für ihn zu schwer war. Bald danach ebbte der Wind ab und dann war alles ganz still. Sein Augenmerk richtete sich auf die Weide und sofort befiel ihn eine leichte Betäubung, fühlte er sich hypnotisierte von Traurigkeit und der surrenden Kamera.
Er hatte die Weide nur in Kurz gesehen in der damaligen Nacht. Dieses Andenken war das Letzte, woran er sich vor Kurve und Wasser erinnern konnte. Er stellte sich vor, dass dieser Baum für alle weiteren Tage eindrucksvoll auszusehen würde, mit seinem grünen Blättern, die in der leichten Seebrise zittern würden. Es stimmte für ihn zweifellos, dass die Weide und die Landschaft einen starken Eindruck auf die Passanten machten. Aber im diesem Moment stand der Baum bewegunglos, einige Blätter standen ab, die das Gewitter überlebt hatten, es sah erbärmlich aus. Der Verwundete schüttelte seinen Kopf und kämpfte gegen den Kloß in seinem Hals, als er seine Aufmerksamkeit auf das halb verschüttete Auto lenkte.
Er konnte nicht nachdenken. Das war sein Auto aber wie war es dahin gekommen und in solchem Zustand, daran konnte er sich gar nicht errinnern. Nach soviel Regen war der Seepegelstand für die Saison noch ziemlich niedrig. Vielleicht, rechnete er, war das seine Rettung gewesen. Als er diesen Gedanken hatte, fiel ihm auf, dass eine warme Träne hervorbrach, die den Umriss seiner Nase und Wange abgrenzte. Obwohl die Luft noch still blieb, merkte er aus dem Augenwinkel, dass ein einzelnes Blatt aus der Weide auf den See fiel.
